fünf neue Bücher
fünf besondere Orte
fünf sieben Oberweseler Köpfe


6.6.2026


Leseort 1: Terrasse Milly Rathmer

Mechtild Sabel liest
„Der Goldstrand“

Mechtild Sabel begeistert im Kulturhaus Oberwesel Gäste und Einheimische mit ihren Führungen. Sie liest leidenschaftlich gerne und das besonders in schöner Umgebung.

Poladjan, Katerina
S. Fischer Verlag GmbH
ISBN 978-3-10-397176-7

hier erhältlich

Eine baufällige Villa in Rom, eine rätselhafte Dottoressa, ein Mann auf der Couch erzählt um sein Leben: In ihrem neuen Roman »Goldstrand« fügt Katerina Poladjan Splitter des alten Europas zu einem heiter-melancholischen Bild der Gegenwart

An der bulgarischen Schwarzmeerküste entsteht in den 1950er Jahren ein Ferienort: Goldstrand, geplant als Platz an der Sonne für alle. Auf der Baustelle wird Eli gezeugt. Sechzig Jahre später hat er seine größten Erfolge als Filmregisseur längst gefeiert und liegt auf der Couch seiner Dottoressa in Rom. Er mutmaßt und fabuliert seine Familiengeschichte, die durch ein ganzes Jahrhundert und quer über den europäischen Kontinent führt, von Odessa über Konstantinopel und Warna in Bulgarien bis nach Rom.


Leseort 2: Kultur-Tankstelle Weingut Weiler-Fendel


Monika Lipp und Dieter Böhres lesen
»In einem Zug«

Monika Lipp liebt es, andere beim Lesen in fremde Welten mitzunehmen. Nicht nur im Altenheim ist sie gefragte Vorleserin und hat eine treue Fangemeinde.

Dieter Drevermann liebt es, in seinem Lesezimmer im gelben Turm zu schmökern, bis ihm langweilig wird. Dann greift er zur Gitarre. 

Glattauer, Daniel
DuMont Buchverlag
ISBN 978-3-7558-0040-8

hier erhältlich

Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.»Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie.»Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich.»Danke. Probieren Sie es trotzdem.«»Wir haben so viel Spaß wie 2006 bei Daniel Glattauers Riesenerfolg ‚Gut gegen Nordwind‘.« Elke Heidenreich, BUNTE»Einer der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur« DER SPIEGEL über ‚Gut gegen Nordwind‘


Leseort 3: An der Alten Schmiede

Jessica Oldach liest »Der Gott des Waldes«

Jessica Oldach lebt mit Blick auf den Wald und verhilft als professionelle Sprecherin immer wieder zum richtigen Ton. 

Moore, Liz
978-3-406-82977-2
Verlag C.H. Beck

hier erhältlich

„Wenn du dich verläufst: Setz dich hin und schrei!“

Manche sagen, es sei tragisch, was den Van Laars widerfahren ist.
Manche sagen, die Familie habe es verdient. Sie hätten sich nicht einmal bei den Suchern bedankt, die fünf Nächte lang im einskalten Wind ausharrten, um ihren vermissten Sohn zu finden.
Manche sagen, es habe einen Grund gegeben, warum die Familie so lange brauchte, um Hilfe zu rufen. Dass sie wussten, was mit dem Jungen geschehen war.
Jetzt, vierzehn Jahre später, ist die Tochter der Van Laars in derselben Wildnis wir ihr Bruder verschwunden.
Manche sagen, es gebe keine Verbindung zwischen den beiden Fällen.
Manche sagen, so etwas könne kein Zufall sein.

Es ist August 1975, ein Sommer, der das Leben vieler Menschen in den Adirondack Mountains für immer verändern wird. Als Barbara eines Morgens nicht wie sonst in ihrer Koje im Sommercamp liegt, beginnt eine panische und groß angelegte Suche nach der 13-Jährigen. Das Verschwinden einer Jugendlichen im Naturreservat ist unter allen Umständen eine Katastrophe, aber Barbara ist keine gewöhnliche Camperin: Sie ist die Tochter der reichen Familie Van Laar, der das Camp und das umliegende Land in den Wäldern gehören. Und sie ist die Schwester von Bear, dem Jungen, der seit 14 Jahren vermisst wird. Kann das Zufall sein? Was wissen die anderen Kinder im Camp über Barbaras Verschwinden, und was verheimlichen die Angestellten, die im Schatten der Van Laars ihr Dasein fristen? Was hat der aus dem Gefängnis entflohene «Schlitzer» mit all dem zu tun und welche Geheimnisse hütet die Familie selbst?
Mit scharfem Blick führt Liz Moore in ihrem neuen packenden Roman an die Abgründe von sozialer Ungleichheit, Wohlstandsverwahrlosung und Machtmissbrauch, lässt aber auch den Kampf um weibliche Selbstbestimmung und den großen Wert von Freundschaft hochleben. Mit «Der Gott des Waldes» hat sie nicht nur einen brillanten Thriller, sondern auch einen fulminanten Gesellschaftsroman geschrieben.rungen fortgerissen zu werden, müssen sich die drei auf sich selbst besinnen. Und aufeinander einlassen.


Leseort 4: Art Café

Christian Büning liest „Das Geschenk“

Christian Büning ist Westfale, der seinem Herzen nach Oberwesel gefolgt ist, nicht nur weil die Feigen besser wachsen, sondern auch weil man hier sogar Wein lesen kann.

Schoeters, Gaea
978-3-552-07574-0
Paul Zsolnay Verlag

hier erhältlich

Nach »Trophäe« der neue Roman von Gaea Schoeters – über die unausweichlichen globalen Fragen aus europäischer PerspektiveElefanten mitten in der Großstadt, und es werden immer mehr. Was geht hier vor? Rasch muss der Bundeskanzler erkennen, dass die Tiere nicht aus dem Zoo entkommen, sondern ein Geschenk des Präsidenten von Botswana sind. 20 000 Elefanten hat er nach Deutschland geschickt, nachdem die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen beschlossen und damit den armen Regionen Botswanas die Lebensgrundlage entzogen hat. »Ihr Europäer wollt uns vorschreiben, wie wir zu leben haben. Vielleicht solltet ihr es einmal selbst versuchen …«Gaea Schoeters nähert sich nach ihrem Sensationserfolg »Trophäe« den existenziellen Themen des globalen Zusammenlebens aus einer anderen Richtung – und mit blitzgescheitem Humor. Ein neues Lese- und Nachdenkvergnügen!


Leseort 5: Liebfrauenkirche

Gemeinsames Finale mit Lukas Stollhof und Melly Joras

Lukas Stollhof komponiert, dirigiert und spielt in jeder Tonart und für jedes Alter. Für Oberwesel liest er diesmal Noten.

Melly Joras singt länger als sie sprechen kann und liebt es, gute Musik mit vielen Menschen zu teilen. 


Programm für Samstag, 6.6.2026

• Beginn: 13.30 Uhr, Treffpunkt an der Vikarie Liebfrauenkirche
• Begrüßung und Aufteilung in Gruppen
• Jede Gruppe geht zu ihrem ersten Leseort
• Lesung jeweils 4 x ca. 30 Minuten, anschließend ist ein Austausch möglich
• Die Gruppe wird zum jeweils nächsten Leseort geführt
• gemeinsames Finale in der Liebfrauenkirche


Die Auswahl der Bücher

»Die Bücher, die ich für Oberwesel liest ausgesucht habe, sind gut geschrieben, unterhaltsam, anrührend oder haben mich schlicht verblüfft. Natürlich ist diese Auswahl sehr subjektiv, aber ich freue mich darauf, mit unseren Gästen darüber ins Gespräch zu kommen.
Monika Seckler

Angebot

Oberwesel liest – Orte und Worte zum Entdecken und Genießen
• fünf Lesungen an fünf Orten
• Wein, Wasser und kleine Snacks inklusive
• Beginn 13.30 Uhr
• Dauer ca. 5 x 30 Minuten
Einzelkarte: 22 € VVK, Tageskasse 24 €

Alle Leseorte sind mit Sitzmöbeln ausgestattet. Leider sind nicht alle Leseorte barrierefrei erreichbar. Wenn Sie Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns bitte an, wir sorgen dann für eine Lösung.


Leseorte in Oberwesel



mit freundlicher Unterstützung


GAstropartner