Fünf Bücher an fünf besonderen Orten in Oberwesel, von fünf Oberweseler Köpfen vorgelesen.
Wir lieben Bücher und finden, dass viel mehr draußen gelesen werden kann. Wir laden herzlich ein, dabei mitzumachen.


Leseort 1: Vikariegarten

Mechthild Sabel liest
»Der große Sommer«

Ewald Arenz, Der große Sommer
DuMont Verlag, 2021
ISBN-13: 978-3-8321-8153-6
hier erhältlich

Das Buch
Der erste Sprung, die erste Liebe, das erste Unglück
Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Frieder: Nachprüfungen in Mathe und Latein. Damit fällt der Familienurlaub für ihn aus. Ausgerechnet beim gestrengen Großvater muss er lernen. Doch zum Glück gibt es Alma, Johann – und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug. In diesen Wochen erlebt Frieder alles: Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird.
Hellsichtig, klug und stets beglückend erzählt Ewald Arenz von den Momenten, die uns für immer verändern.

Foto: Dieter Drevermann
Foto: Dieter Drevermann

Mechthild Sabel begeistert im Kulturhaus Oberwesel Gäste und Einheimische mit ihren Führungen. Sie liest leidenschaftlich gerne und das besonders in schöner Umgebung.

Leseort 1
Vikariegarten an der Liebfrauenkirche Oberwesel


Leseort 2: Evangelische Kirche

Dieter Böhres liest
»Da stimmt was nicht«

Foto: Dieter Drevermann

Dieter Böhres ist Wahloberweseler seit 2015, liebt die eher unbekannten Ecken in Oberwesel und findet, dass Bücherregale eigentlich immer zu klein sind.

Leseort 2
Evangelische Kirche Oberwesel

Das Buch
Es könnte nicht besser laufen für Tom Funke. Tom ist die deutsche Stimme des Hollywoodstars Bill Pratt, von dessen ersten Rollen an. Keiner spielt Helden mit dem gewissen Etwas besser als Pratt, und niemand synchronisiert Pratt besser als Funke, mit markant-warmem Timbre und ein wenig Restschärfe. Weil Toms Honorare entsprechend steigen, ist er ein bisschen übermütig geworden, hat eine neue Flamme, Birte; bald auch ein neues Haus, Potsdam, Havelblick, Hypothek. Und nun kommt Bill Pratt auch noch zur Premiere seines neuen Films nach Berlin und will Tom treffen. Eine Begegnung mit Folgen, denn schon am nächsten Morgen ist die Welt eine andere: Ein Skandal, wie ihn auch das skandalgewohnte Hollywood nicht jeden Tag erlebt, erschüttert den Filmstar. Tom weiß sofort, dass sein Schicksal damit verknüpft ist. Adieu, Havelblick. Adieu, Birte. Zurück auf Los. Tom muss handeln, und er handelt. 

Stefan Schwarz, Da stimmt was nicht
Rowohlt, 2021
ISBN-13: 978-3-7371-0093-9
hier erhältlich


Leseort 3: Stadtgarten

Christian Büning liest
»Hang zum Garten«

Das Buch
Wie man die Stadt verlässt, neue Wurzeln schlägt und aus einem schrägen Grundstück mit sehr wenig Wasser ein Biotop macht.

Trocken, heiß und steinig ist der Hang, der mal ein Garten werden soll. Eine Umstellung nicht nur für die Pflanzen, die bisher im fetten Lehmboden des Münsterlands standen. In Zeiten übervoller Städte und entvölkerter Landstriche ziehen zwei aufs Land und schlagen ein neues Kapitel in ihren Leben auf.

Das Buch ist noch nicht veröffentlicht.

Foto: Franziskus Weinert
Foto: Franziskus Weinert

Christian Büning ist Westfale, der seinem Herzen nach Oberwesel gefolgt ist, nicht nur weil die Feigen besser wachsen, sondern auch weil man hier sogar Wein lesen kann.

Leseort 3
Stadtgarten Oberwesel


Leseort 4: Gesundheitscampus

Monika Lipp liest
»Männer in Kamelhaarmänteln«

Elke Heidenreich, Männer in Kamelhaarmänteln
Hanser, 2020
ISBN-13: 978-3-446-26838-8
hier erhältlich

Das Buch
»Wir vergessen die Namen, die Geschichten, aber fast nie vergessen wir die Kleider.» – Die große Erzählerin Elke Heidenreich über die schönste Nebensache der Welt

Elke Heidenreich kennt sich aus, mit Jacke und Hose, Rock und Hut – vor allem aber mit den Menschen. Gut aussehen wollen alle, aber steckt nicht noch viel mehr dahinter? Warum sind einem die Jugendfotos im Faltenrock so peinlich? Warum kauft man sich etwas, was einem weder passt noch steht? Wenn Elke Heidenreich von Kleidern erzählt, dann erzählt sie vom Leben selber: von sich mit sechzehn, von Freundinnen und Freunden, von Liebe und Trennung, erzählt Geschichten, komisch und traurig wie nur sie es kann, in denen jeder sich wiedererkennt: sei’s in ausgeleierten Jeans, sei’s in der wunderbaren Bluse, die schon keine Farben mehr hat, oder schlimmstenfalls im Kamelhaarmantel.

Foto: Dieter Drevermann

Monika Lipp liebt es, andere beim Lesen in fremde Welten mitzunehmen. Nicht nur im Altenheim ist sie gefragte Vorleserin und hat eine treue Fangemeinde.

Leseort 4
Vorhof des Gesundheitscampus Oberwesel


Leseort 5: Ratskeller

Marius Stiehl liest
»Monschau«

Foto: Gregor Lieber

Marius Stiehl findet nicht nur als Stadtbürgermeister Oberwesel sehr liebenswert. Nicht nur deshalb möchte er kein Bürgermeister in Monschau sein.

Leseort 5
Ratskeller Oberwesel

Das Buch
Im Jahr 1962, als das nukleare Wettrüsten seinen Höhepunkt erreicht, als in Algier und Paris Bomben explodieren, bricht im Wirtschaftswunder-Deutschland der junge Mediziner Nikolaos Spyridakis in die Eifel auf. Es ist eine heikle Mission: Im Kreis Monschau sind die Pocken ausgebrochen, hochansteckend und lebensgefährlich. Mitten im Karneval droht nun Stillstand, Quarantäne. Der Rither-Chef will die Fabrik um jeden Preis offen halten, keine zwanzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist man weltweit gut im Geschäft. Ganz andere Pläne hegt Vera Rither: Die Alleinerbin studiert in Paris, bewundert Simone de Beauvoir und trägt den Geist der Avantgarde nach Monschau. Dort begegnet sie Nikolaos, der als Betriebsarzt durch die tiefverschneite Eifel zur Patientenvisite gefahren wird, vor Ansteckung geschützt durch einen Stahlarbeiteranzug. So unterschiedlich die beiden auch sind, der kretische Arzt, der als Kind die Gräuel der deutschen Besatzung miterlebt hat, und die schwerreiche Vollwaise: Sie entdecken schnell, dass sie mehr verbindet als ihre Liebe zu Miles Davis. Doch die Krankheitsfälle häufen sich, und das Virus nimmt sich, was es kriegen kann. 

Steffen Kopetzky, Monschau
Rowohlt, 2021
ISBN-13: 978-3-7371-0112-7
hier erhältlich


Programm für Samstag, 14.8.2021

• Beginn: 13.30 Uhr, Treffpunkt am Marktplatz Oberwesel
• Begrüßung und Aufteilung in fünf Gruppen
• Jede Gruppe geht zu ihrem ersten Leseort
• Lesung ca 30 Minuten, anschließend ist ein Austausch möglich
• Die Gruppe wird zum jeweils nächsten Leseort geführt
• Nach der fünften Lesung treffen sich alle wieder auf dem Marktplatz zum Abschluss


Die Auswahl der Bücher

»Die Bücher, die ich für Oberwesel liest ausgewählt habe, sind gut geschrieben, unterhaltsam, haben einen regionalen Bezug oder haben mich schlicht verblüfft. Natürlich ist diese Auswahl sehr subjektiv, aber ich freue mich darauf, mit unseren Gästen darüber ins Gespräch zu kommen.«
Monika Seckler

Angebot

Oberwesel liest – Orte und Worte zum Entdecken und Genießen
• fünf Lesungen an fünf Orten
• Wein, Wasser und kleine Snacks inklusive
• 14.8.2021, Beginn 13.30 Uhr
• Dauer ca. 5 Stunden
Einzelkarte: 18,00 €

Alle Leseorte sind mit Sitzmöbeln ausgestattet. Leider sind nicht alle Leseorte barrierefrei erreichbar. Wenn Sie Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns bitte an, wir sorgen dann für eine Lösung.



Foto: Franziskus Weinert

mit freundlicher Unterstützung


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